vergibt aus den 4 von der nationalen Jury nominierten Büchern den Hauptpreis und setzt sich wie folgt zusammen:
Maria Hofstätter (Film- und Theaterschauspielerin, AT)
1964 in Linz geboren, kam als Autodidaktin zur Schauspielerei.
Seit 1983 tritt sie an verschiedenen österreichischen Bühnen und auch in Kabaretts auf. 1995 übernimmt sie gemeinsam mit Dietmar Nigsch die Leitung des Projekttheaters Vorarlberg in Feldkirch. Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie durch ihre Mitwirkung im Film “Indien“ von Paul Harather. Für die Rolle der Anna in Ulrich Seidls Film “Hundstage“ erhielt Hofstätter 2001 den Spezialpreis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen in Gijón.
Zuletzt war sie im Fernsehen als hingebungsvolle Bürgermeistergattin in David Schalkos “Braunschlag” zu sehen und feierte mit Ulrich Seidls zweitem Trilogie-Teil “Paradies: Glaube” Erfolge. Maria Hofstätter wird zum Auftakt der Diagonale 2013 in Graz mit dem Großen Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur ausgezeichnet.
Bernd Lange (Drehbuchautor, Dramaturg, DE)
Geboren 1974 in Herrenberg, Studium an der Filmakademie Baden Württemberg in den Fächern Drehbuch und Szenischer Film. Für seinen Abschlussfilm “Weichei” wurde er mit dem Prix Kieslowski 2002 ausgezeichnet.
Für das Drehbuch zu Hans-Christian Schmids “Requiem” erhielt Lange 2006 eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis. Lange führt auch weiter Regie, so bei dem Kurzfilm “Bomben auf Berlin” (2005) und dem Kleinen Fernsehspiel “Rabenbrüder” (2006).
In den folgenden Jahren entstehen die Drehbücher für den Fernsehfilm “Schattenkinder” und die “Tatort”-Folge “Neuland”. Auch an den Kinodrehbüchern zu Robert Thalheims “Am Ende kommen Touristen” (2007) und Wim Wenders” “Palermo Shooting” (2008) arbeitet Lange mit.
Für seine zweite Zusammenarbeit mit Hans-Christian Schmid, die europäische Koproduktion “Sturm” über das Erbe der Kriegsverbrechen auf dem Balkan, wird Bernd Lange 2010 erneut für den Deutschen Filmpreis nominiert. Zuletzt schrieb er das Drehbuch zu “Was bleibt“, das wieder Hans-Christian Schmid 2012 verfilmte.
István Szabó (Regisseur/Autor, HU)
Studium an der Filmakademie in Budapest. Seine ersten Kurzfilme bringen ihm 1961 und 1962 Auszeichnungen in Cannes und Tours. Danach folgten Spielfilme unter anderem 1980 “Der grüne Vogel“ mit Hannelore Elsner, 1981 “Mephisto“, 1985 “Oberst Redl“ und 1988 “Hanussen“, jeweils mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, die Szabó als Regisseur und Schauspieler international bekannt machten. Er erhielt 4 Oscarnominierungen in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film, 1981 gewann er diese Auszeichnung für “Mephisto“. István Szabó erhielt für diesen Film auch beim Filmfestival in Cannes 1981 den Preis für das beste Drehbuch und für “Hanussen“ 1988 den Preis für die beste Regie.
Seinen bislang letzten Film inszenierte er 2012: “The Door“, basierend auf einer Erzählung von Magda Szabó (keine Verwandtschaft), beschreibt die Beziehung zwischen einer wohlhabenden Schriftstellerin (Martina Gedeck) und ihrem mysteriösen Dienstmädchen (Helen Mirren). Der Film gewann den Michael Curtiz Audience Award beim Hungarian Film Festival in Los Angeles.



prämiert die beiden Würdigungspreise und nominiert die Bücher für den Hauptpreis. Sie setzt sich wie folgt zusammen:
Andrea Christa (Film-Consulterin)
Studium der Kunstgeschichte und Publizistik, post-graduate Lehrgang für Kulturmanagement. Von 1984-1988 Aufnahmeleitung (u.a. beim ORF). Als Produktionsleiterin arbeitete Christa bei den Wiener Festwochen (Ausstellungsabteilung) und darauf folgend in der Kunsthalle Wien. Von 1995 bis 2012 übernahm sie zunächst die Assistenz und dann die stellvertretende Geschäftsführung des Filmfonds Wien und fungierte insbesondere ab 2001 als Consulterin mit Schwerpunkt Projektentwicklung. Darüber hinaus ist Christa bei div. Beratungs- und Jurytätigkeiten im Bereich Drehbuch und Projektentwicklung im In- und Ausland aktiv.
Thomas Reider (Drehbuchautor)
Reider studierte Buch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien. Der dort entstandene Kurzfilm Prises de vues wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig aufgeführt und erhielt den Preis der Diagonale Jugendjury.
Sein Kinodebut Stillleben wurde mit dem Großen Diagonale Preis ’12 sowie dem Thomas Pluch Würdigungspreis ausgezeichnet. Der begleitende Dokumentarfilm ‘Outing’ erhielt den Best documentary Award beim Rom Gender Filmfest ’12. Seine Arbeiten laufen auf nationalen und internationalen Filmfestivals. Thomas Reider schreibt Drehbücher für Kino und TV und führt Regie bei Dokumentarfilmen. Er lebt und arbeitet als freier Filmschaffender in Wien.
Alexander Mahler (Drehbuchautor)
Studium im Fach Buch/Dramaturgie an der Filmakademie (Diplomarbeit: „Das Komische im Film”).
Arbeit als Autor und Dramaturg: u.a. für Hofmann & Voges, Satel, Epo-Film und Star-Film; Co-Autor für Reinhard Schwabenitzky („Schön, dass es dich gibt“, 2006), Fischer Film („Janu nakts – Midsummer Madness“, 2007) und Frames Film („Weihnachtsengel küsst man nicht“, 2011). Senior Lecturer in Medien- und Filmwissenschaft und Buch/Dramaturgie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Institut für Film und Fernsehen (Filmakademie Wien). Zuständig für Bibliothek und Videothek..


