Händl Klaus (c) Reiner und Riedler
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Monja Art 200
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Nora Friedel

Thomas Pluch Drehbuchpreis 2017


Preisträger_innen


Der drehbuchVERBAND Austria freut sich im Namen des Preisstifters Bundeskanzleramt Kunst und Kultur die Preisträger_innen der Thomas Pluch Drehbuchpreise 2017 bekannt zu geben. Die internationale Jury hat aus den fünf nominierten Drehbüchern den mit 12.000.- Euro dotierten

Thomas Pluch Hauptpreis ausgewählt, er geht an:

Der Thomas Pluch Spezialpreis der Jury geht ex equo zu je 3.500.- Euro an:

Die Internationale Jury bestand aus Stienette Bosklopper (Produzentin, Drehbuchautorin, Produzentin von Nanouk Leopold, NL), Angelina Maccarone (Drehbuchautorin, Regisseurin, Lola-Preisträgerin für das beste unverfilmte Drehbuch 2017, DE), Peter Stephan Jungk (Schriftsteller, Drehbuchautor und Dokumentarfilmer, sein Film Auf Ediths Spuren wird auf der Diagonale 2017 gezeigt, USA/AT)

Für den Haupt- und den Spezialpreis der Jury waren Kater von Händl Klaus, Liebe möglicherweise von Michael Kreihsl, Mister Universo von Tizza Covi, Die Notlüge von Pia Hierzegger und Siebzehn – von Monja Art nominiert.

Die nationale Jury, bestehend aus Johanna Moder (Drehbuchautorin, Regisseurin, AT), Goran Rebic (Drehbuchautor, Regisseur, AT), Ulrike Schweiger (Drehbuchautorin, Regisseurin, Dramaturgin, AT), hat aus 23 Einreichungen fünf Drehbücher für den Hauptpreis nominiert und den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme zu 3.000.- Euro vergeben.

Den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme erhält:

Der Thomas Pluch Drehbuchpreis feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen mit einer Hommage an den Namensstifter Thomas Pluch und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro eine der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes.

Prämiert werden realisierte Drehbücher abendfüllender Kino- und Fernsehspielfilme heimischer DrehbuchautorInnen des letzten Jahres.
Die feierliche Preisverleihung fand gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale’17 am Freitag, 31. März 2017 im Hotel Wiesler in Graz statt.

Die weiteren Preise:

Carl-Mayer-Drehbuchpreis
Gestiftet von der Stadt Graz im Gesamtwert von 21.700.- Euro

Hauptpreis in Höhe von 14.500.- Euro geht an
Hochwald – Treatment von Evi Romen

Förderpreis in Höhe von 7.200.- Euro geht an
Rote Wand – Treatment von Nikolaus Müller

Pressemappe als PDF >
Mehr zu den nominierten Filmen >
Biografien der Jury-Mitglieder >

Mehr zur Preisverleihung inklusive der Dankesrede von Händl Klaus finden Sie auf der Facebook-Seite vom drehbuchVERBAND Austria >

Und weil wir viele Anfragen zur diesjährigen Musikbegleitung von Gunter Schneider und Barbara Romen erhalten haben, die aktuelle CD heisst Traditional Alpine Music from the 22nd Century, hier ein Link mit mehr Informationen >

 
 
 
 
Publikum
 
 
 
Kater1 300
Kater2 300

Thomas Pluch Hauptpreis - Händl Klaus für Kater


Mit 12.000.- Euro dotiert.


Für das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).

Jurybegründung
(Stienette Bosklopper, Angelina Maccarone, Peter Stephan Jungk)

Der präzise, unaufgeregte Blick für das Atmosphärische im Alltäglichen und der offene Umgang mit Sexualität lassen dieses Drehbuch herausragen. Der Autor geht ein großes Risiko ein: Er stellt eine Behauptung auf, ohne sie klassisch dramaturgisch zu untermauern. Das Dreieck zwischen zwei Männern und ihrem geliebten Tier wird zur Metapher für die existenzielle Frage nach Vertrauen und setzt einen Stachel ins Idyll.
Der Thomas Pluch Hauptpreis geht an Händl Klaus und seinen KATER.

Kater
Drehbuch und Regie: Händl Klaus
Darsteller_innen: Lukas Turtur, Philipp Hochmair, Thomas Stipsits, Manuel Rubey, Gerald Votava, Gabriela Hegedüs
Kamera: Gerald Kerkletz
Schnitt: Joana Scrinzi
Produzenten: Bruno Wagner, Antonin Svoboda
Produktion: Coop99 Film
Kinospielfilm Österreich 2016, 100 Min.

Andreas und Stefan haben ein glückliches Leben voller Leidenschaft: Gemeinsam mit ihrem geliebten Kater Moses bewohnen sie ein schönes altes Haus in den Weinbergen von Wien, sie arbeiten als Musiker und Disponent in demselben Orchester; sie lieben ihren großen Freundeskreis. Ein Gewaltausbruch, plötzlich und unerklärlich, erschüttert ihre Beziehung – der blinde Fleck, den wir in uns tragen.

http://www.coop99.at/www-KATER/

 
Händl Klaus (c) Reiner und Riedler
Weiss

Händl Klaus

Händl Klaus wurde 1969 in Tirol geboren, nahm Schauspielunterricht in Wien, war am Schauspielhaus Wien engagiert und spielte kleinere Rollen in Filmen von Christian Berger, Urs Egger, Michael Haneke, Jessica Hausner, Dagmar Knöpfel und anderen. Seit 1994 veröffentlicht er Prosa, Hörspiele und Theaterstücke; (WILDE)Mann mit traurigen Augen und Dunkel lockende Welt wurden in Sebastian Nüblings Inszenierung zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Außerdem entstehen Opernlibretti für Beat Furrer, Georg Friedrich Haas, Arnulf Herrmann, Heinz Holliger, Klaus Lang und Hèctor Parra.

Filmografie
März, Ö 2008, Kinospielfilm
Kater, Ö 2016, Kinospielfilm

Auszeichnungen
2008: Silberner Leopard für März als das beste Erstlingswerk, Filmfestival Locarno; Berner Filmpreis; Spezialpreis der Jury, Sarajevo Film Festival
2016: Teddy für Kater, Berlin International Film Festival

 
 
 
Siebzehn 300
Siebzehn2 300

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury - Monja Art für Siebzehn


ex equo geteilt und mit je 3.500.- Euro dotiert.


Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Der Jury steht frei, die Kategorie festzulegen. Zugelassen sind Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).

Jurybegründung
(Stienette Bosklopper, Angelina Maccarone und Peter Stephan Jungk)

Das erste der beiden prämierten Drehbücher zeichnet sich durch seinen detaillierten Blick auf eine Zeit der Umbrüche und sein spielerisches Erkunden von Körperlichkeit aus. Die Geschichte schildert mehr oder weniger geglückte Versuche der Protagonistinnen aus der Heteronormativität auszubrechen und verweigert dabei jegliche Romantisierung der Jugend.
Der Preis für ihr erstes Langspielfilm-Drehbuch SIEBZEHN soll Monja Art ermutigen, diesen Weg noch konsequenter weiter zu gehen.

Siebzehn
Drehbuch und Regie: Monja Art
Darsteller_innen: Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt, Christopher Schärf
Kamera: Caroline Bobek
Schnitt: Monja Art, Claudia Linzer
Produzent: Ulrich Gehmacher
Produktion: Orbrock
Kinospielfilm, Österreich 2017, 104 Min

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die siebzehnjährige Paula fühlt sich stark zu ihrer Mitschülerin Charlotte hingezogen. Doch Charlotte ist mit Michael zusammen, die beiden wirken glücklich miteinander. Um sich abzulenken lässt sich Paula auf ihren Freund Tim ein, womöglich mehr, als ihm gut tut. Was Paula nicht ahnt, ist, wie oft Charlotte in Wahrheit an sie denkt. Und wenn sie niemand erwartet, kommt Lilli ins Spiel. Lilli sehnt sich danach, begehrt zu werden. Dabei nimmt sie weder auf sich noch auf andere Rücksicht.

http://www.siebzehn-derfilm.at/

 
Monja Art 300

Monja Art

Geboren 1984 in Wiener Neustadt, hat Deutsche Philologie und Philosophie an der Universität Wien studiert und über das literarische Werk der österreichischen Autorin Meta Merz promoviert. Außerdem abgeschlossenes Studium Buch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien. Realisierung von Kurz- und Dokumentarfilmen. Siebzehn ist ihr erster Kinospielfilm.

Filmographie
2009: Rot (Kurzfilm, Drehbuch und Regie)
2012: Juli (Kurzfilm, Drehbuch und Regie)
2013: Forever not alone (Dokumentarfilm, Drehbuch und Regie)
2017: Siebzehn (Drehbuch und Regie)

Auszeichnungen
2010: Jahresstipendium für Drehbuch der Literar Mechana
2013: Carl Mayer Drehbuchpreis für Siebzehn
2017: Max Ophüls Preis für Siebzehn

 
 
 
Mister universo
Mister universo 2 300

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury - Tizza Covi für Mister Universo


ex equo geteilt und mit je 3.500.- Euro dotiert.


Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Der Jury steht frei, die Kategorie festzulegen. Zugelassen sind Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).

Jurybegründung
(Stienette Bosklopper, Angelina Maccarone und Peter Stephan Jungk)

Das Bild einer Strasse, die bergauf führt und dennoch abschüssig ist, erscheint uns als Symbol dafür, wie dieses überraschende Drehbuch angelegt ist. Melancholische Stimmungen in italienischer Landschaft, die niemals pittoresk sind, zerbrechliche Protagonisten und Protagonistinnen, die uns in ihrer beklemmenden Unbeholfenheit berühren, zeichnen ein mutiges Projekt aus, das ex aequo den Thomas Pluch Spezialpreis verdient hat: MISTER UNIVERSO von Tizza Covi.

Mister Universo
Drehbuch: Tizza Covi
Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel
Darsteller_innen: Tairo Caroli, Wendy Weber, Arthur Robin
Kamera: Rainer Frimmel
Schnitt: Tizza Covi
Produktion: Vento Film
Kinospielfilm, Österreich 2016, 90 Min

Der junge Löwendompteur Tairo ist mit seinem Leben unzufrieden und nimmt das
Verschwinden seines Talismans zum Anlass, seinen Alltag hinter sich zu lassen.
Er fährt quer durch Italien auf der Suche nach Arthur Robin, einem ehemaligen Mister
Universum, der ihm den Glücksbringer vor langer Zeit geschenkt hat.
Eine filmische Reise, die sich von rationalen und irrationalen Kräften leiten lässt.

http://stadtkinowien.at/film/961/

 
Tizza Covi 300

Tizza Covi

Geboren 1971 in Bozen, besuchte von 1992 bis 1994 das Kolleg für Fotografie an der Graphischen Lehranstalt in Wien und arbeitete anschließend bis 1998 als freie Fotografin in Rom. Sie erhielt für ihre fotografische Arbeit Auslandsstipendien in Rom und Paris. Seit 1996 arbeitet sie gemeinsam mit Rainer Frimmel an Projekten in den Bereichen Fotografie, Theater und Film.
2002 gründeten sie die Filmproduktionsfirma Vento Film, um ihre Filme unabhängig zu produzieren.

Filmografie
Das ist alles, Kino ,Ö/I 2001
Babooska, Kino, Ö/I 2005
La Pivellina, Kino, Ö/I 2009
Der Glanz des Tages, Kino, Ö 2012

Auszeichnungen (Auswahl)
2007: Österreichischer Förderungspreis für Film
2010: Österreichischer Kunstpreis für Film Großer Diagonale Spielfilmpreis für La Pivellina
2013: Großer Diagonale Spielfilmpreis für Der Glanz des Tages Max Ophüls Preis
2016: Europa Cinema Label, Locarno für Mister Universo 

 
 
 
Mimikri1 300
Mimikri2 300

Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme
 - Nora Friedel für Mimikri

Mit 3.000.- Euro dotiert.


Für das beste Drehbuch für Kino-Spielfilme mit einer Mindestlänge von 20 Minuten bis maximal 70 Minuten.

Jurybegründung
(Johanna Moder, Goran Rebic, Ulrike Schweiger)

Auf wenige Schauplätze reduziert erzählt uns das Drehbuch sehr stimmungsvoll und visuell geschrieben von einem Wendepunkt im Leben einer Siebzehnjährigen. Einem Traum(Mann) nacheifernd begegnet sie in der Realität wahrer Zuneigung. Dadurch kann sie sich von Projektionen lösen, sich selbst akzeptieren und sich letztlich aus den Restriktionen des ländlichen Umfelds befreien.

Mimikri
Drehbuch und Regie: Nora Friedel
Darsteller_innen: Hannah Klarenberg, Konradin Schuchter, Inge Maux
Kamera: Michael Schindegger
Schnitt: Gerhard Daurer
Produktion: Nora Friedel, Katharina Possert
Kurzfilm A 2016, 27 Min.

Die junge Jana will sich als femme fatale fotografieren lassen, um den viel älteren Tom zu verführen. Dabei soll ihr Kumpel Andi mit seiner Analogkamera helfen. Umgeben von der Enge und Einsamkeit des Landlebens, treffen sich die beiden im Zimmer eines Landgasthofes. Jana aber tut sich schwer fatale zu sein und Andi wünscht sich eigentlich an ihre Seite. Jana beginnt zu ahnen, dass das was sie sucht vielleicht ganz nahe ist.

 
Nora Friedel

Nora Friedel

Nora Friedel lebt und arbeitet als Künstlerin und Filmemacherin in Wien. 2016 realisiert sie den Kurzspielfilm Mimikri. Nach einer Ausbildung zur Fotografin schließt sie 2010 ihr Studium der Transmedialen Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien mit Diplom ab. Mit ihren künstlerischen Projekten legt sie den praktischen Fokus auf Film, Foto und performative Arbeiten und nimmt an zahlreichen Ausstellungen und Screenings teil. Theoretisch setzt sie sich mit Filmgeschichte, Kunsttheorie und Genderforschung auseinander. Sie arbeitet seit 2007 an Kinofilmen und diversen kurzen Formaten in den Bereichen Recherche, Entwicklung, Projektberatung, Casting, Produktion und Verwertung.

Filmprojekte (Auswahl)
Die Flucht aus dem Drama, Ö 2005 – Experimentalfilmprojekt / Realisierung
Walk the Shoreline, Exploring Crimea, Ö 2006 – Dokumentarischer Essay / Realisierung
Organic Automat Zyklus, Ö 2011: – Experimentalfilmprojekt / Realisierung
Blue Destiny, Ö 2016: – Spielfilm in Drehbuch Entwicklung / Drehbuch

 
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