Thomas Pluch Drehbuchpreis 2022 - Nominierungen


sind für den Hauptpreis und Spezialpreis der Jury nominiert.

 
 
 
Große Freiheit (c) Freibeuter Film

Große Freiheit

Drehbuch: Thomas Reider und Sebastian Meise

Im repressiven Nachkriegsdeutschland wird Hans wegen seiner Homosexualität immer wieder eingesperrt. Der berüchtigte Paragraph 175 macht all seine Hoffnungen auf ein Leben in Freiheit zunichte. Im Gefängnis trifft er auf Viktor, einen verurteilten Mörder.
Aus gegenseitiger Abscheu entsteht ausgerechnet mit ihm über die Jahre eine Liebe.

 
Thomas Reider
Sebastian Meise

Thomas Reider
Drehbuchautor, Dramaturg und Filmemacher.
Er ist enger Kollaborateur von Sebastian Meise (STILLLEBEN, OUTING, GROSSE FREIHEIT). Thomas Reider ist ein österreichischer Drehbuchautor, Dramaturg und Filmemacher. Er ist enger Kollaborateur von Sebastian Meise (STILLLEBEN, OUTING, GROSSE FREIHEIT). Er verfasste die Drehbücher für die TV-Miniserie TSCHUSCHEN: POWER (R: Jakob Erwa) und führte Regie bei den Dokumentarfilmen ZORN, OUTING und DER GELDMACHER.
Er ist Drehbuchautor des preisgekrönten Fernsehfilms DAS WUNDER VON WÖRGL (R: Urs Egger), der unter anderem mit der Goldenen Romy für den besten Fernsehfilm ausgezeichnet wurde. Seine filmischen Arbeiten wurden auf renommierten Festivals wie Cannes, Venedig undSan Sebastián.

Sebastian Meise
Regisseur und Drehbuchautor.
Sein viel beachtetes Filmdebut STILL LEBEN feierte beim San Sebastian IFF Premiere und gewann zahlreiche Preise, wie zum Beispiel „Bester Film“ beim Diagonale Film Festival. Seine Dokumentation OUTING wurde beim Hot Docs Festival in Toronto präsentiert. Meises letzter Spielfilm GROSSE FREIHEIT mit dem deutschen Shooting Star Franz Rogowski und Berlinale Silberbär-Gewinner Georg Friedrich in den Hauptrollen feierte seine Weltpremiere bei den 74. Film Festivalspielen in Cannes und wurde dort mit dem „Preis der Jury Un Certain Regard“ ausgezeichnet. Der Film gewann darüber hinaus das „Heart of Sarajevo“ für den besten Spielfilm, den Besten Darsteller Georg Friedrich und den CIACE Arthouse Cinema Preis. Sebastian Meise ist Mitgründer der Wiener Produktionsfirma Freibeuter Film.

 
 
Landkrimi Vier

Landkrimi VIER

Drehbuch: Marie Kreutzer

Hochwasser in Krumau am Kamp: Im Keller des seit langem unbewohnten Hofes der Familie Trummler werden drei Säuglingsleichen gefunden. Die beiden Mädchen und der Bub sind gleich nach der Geburt erstickt und an Ort und Stelle verscharrt worden. Die Kindstode sind über zehn Jahre her; so genau lässt sich das zunächst nicht sagen, auch weil alle Familienmitglieder seit langer Zeit entweder tot oder verschwunden sind.
Den Trummlers eilt ein dunkler Ruf voraus; mehr als einmal fällt das Wort „verflucht“ im Ort: Nach dem spurlosen Verschwinden der Tochter Claudia vor 20 Jahren – sie war zu dem Zeitpunkt gerade 11 Jahre alt – hat sich der Familienvater erhängt. Die Mutter ist wenig später weggezogen. Kein Mensch hat je wieder von ihr gehört.
Die Dorfbewohner haben die Tragödie nie ganz vergessen, und so werden alte Wunden aufgerissen, als Marion Reiter vom Morddezernat St. Pölten die Ermittlungen aufnimmt. Ihr wird die unerfahrene, aber hartnäckige Gemeindepolizistin Ulli Herzog zur Seite gestellt. Während die beiden immer tiefer in die dunklen Familiengeheimnisse der Trummlers eindringen, bezieht der neue Eigentümer Benjamin Ludwig, ein praktischer Arzt aus Wien, mit seinem Lebensgefährten Matthias das verwunschene Haus.
Benjamin und Matthias scheint die makabre Vorgeschichte zunächst nicht zu stören, aber schon bald holen auch sie die Schatten der Vergangenheit ein…

 
Marie Kreutzer (c) Pamela Russmann

Marie Kreutzer
Drehbuchautorin, Regisseurin
Kreutzer wurde 1977 in Graz, Österreich, geboren und studierte Drehbuch an der Filmakademie Wien. Ihr Spielfilmdebüt DIE VATERLOSEN feierte 2011 auf der Berlinale (Panorama Spezial) seine Weltpremiere. Ihr zweiter Spielfilm GRUBER GEHT (2015) war für den österreichischen Filmpreis nominiert und erhielt eine lobende Erwähnung als „Bester Film“ beim Zürich Film Festival. Ihr dritter Spielfilm WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT wurde 2016 ebenfalls im Wettbewerb des Zürich Film Festival uraufgeführt. Ihr erster TV-Film DIE NOTLÜGE mit Josef Hader in der Hauptrolle wurde 2017 ausgestrahlt und beim Filmfest Biberach als „Bester Fernsehfilm“ ausgezeichnet. Marie Kreutzers preisgekrönter Film DER BODEN UNTER DEN FÜSSEN feierte seine Weltpremiere 2019 im Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

 
 
Märzengrund

Märzengrund

Drehbuch: Adrian Goiginger und Felix Mitterer
nach dem gleichnamigen Theaterstück von Felix Mitterer

Die Erwartungen an Elias sind hoch: Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Schüler, sondern auch Sohn der reichsten Großbauern im Zillertal. Doch je mehr der 18-Jährige versucht, die für ihn vorgesehene Rolle zu erfüllen, desto stärker droht er daran zu zerbrechen. Er zieht sich in die Einsamkeit der Berge zurück, wo ihn die Wildnis und Einsamkeit der Natur erwarten.

 
Adrian Goiginger
Felix Mitterer (c) Felix Newman

Adrian Goiginger
Drehbuchautor, Regisseur
Goiginer wurde 1991 in Salzburg geboren. Nach der Matura gründete er 2012 gemeinsam mit zwei Kollegen die Filmproduktionsfirma 2010 Entertainment OG, bei der er als Regisseur und Drehbuchautor für Kurzfilme, Werbespots, Imagefilme und Musikvideos verantwortlich zeichnet. Ab 2013 studierte er szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seine Kurzfilme KLANG DER STILLE und MILLIARDENMARSCH liefen auf zahlreichen Festivals weltweit und wurden mehrfach prämiert. 2017 gründete er mit dem Produzenten Gerrit Klein die Produktionsfirma Giganten Film GmbH in Ludwigsburg.
Sein Kinodebüt DIE BESTE ALLER WELTEN feierte seine Uraufführung auf der Berlinale 2017 und wurde dort mit dem Kompass-Perspektive-Preis ausgezeichnet. Der Film hat bis jetzt weltweit über 100 Preise gewonnen (darunter den Österreichischen Filmpreis in 5 Kategorien), sowie über 100.000 Kinobesucher in Österreich.

Felix Mitterer
Autor
Geboren am 6. Februar 1948 in Achenkirch/Tirol, Mutter verwitwete Kleinbäuerin, Vater rumänischer (ukrainischer) Flüchtling, adoptiert von Landarbeiterehepaar, aufgewachsen in Kitzbühel und Kirchberg, 1962-66 Lehrerbildungsanstalt Innsbruck, 1966 -77 beim Zollamt Innsbruck, seither freier Autor, von 1995 bis 2010 in Irland lebend, ab 2011 im niederösterreichischen Weinviertel.

 
 
Moneyboys

Moneyboys

Drehbuch: C.B.Yi

Fei verdient sein Geld in der Großstadt als Moneyboy. Seine Welt bricht zusammen, als er erkennt, dass seine Familie zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität akzeptiert. Mit gebrochenem Herzen kämpft Fei um einen Neuanfang.

 
C.B. Yi (c) tba

C.B. Yi
Drehbuchautor und Regiesseur
Yi wurde auf der Insel Yuhuan in der Volksrepublik China geboren. Studium der Sinologie an der Universität Wien. Regiestudium an der Filmakademie Wien – Michael Haneke, Universität für Musik und Darstellende Kunst.
Fotografie an der Filmakademie Wien – Christian Berger, Universität für Musik und
Darstellende Kunst.
Studium an der Filmakademie Peking.

 
 
Sonne (c) Seidl Filmproduktion

Sonne

Drehbuch: Kurdwin Ayub

Drei Wiener Teenagerinnen twerken im Hijab und singen einen Popsong. Ein YouTube-Video davon macht sie vor allem unter kurdischen Muslimen über Nacht berühmt. Yesmin, die als einzige der Freundinnen selbst Kurdin ist, beginnt sich immer weiter von ihrer Kultur zu distanzieren. Nati und Bella scheinen hingegen fasziniert von der ihnen fremden Welt. Als die Mädchen zwei junge kurdische Patrioten kennenlernen, droht die Situation zu eskalieren. Ein Film über Jugendliche zwischen Social Media und Selbstfindung, eine Geschichte von Rebellinnen.

 
Kurdwin Ayub (c) Elsa Okazaki

Kurdwin Ayub
Drehbuchautorin und Regisseurin
1990 im Irak geboren. Sie lebt und arbeitet als Regisseurin und Drehbuchautorin in Wien. 2008-2013 studierte sie Malerei und experimentellen Animationsfilm an der Universität für angewandten Kunst in Wien. Parallel dazu Studium der performativen Kunst an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit 2010 Teilnahme an diversen Filmfestivals und Einzelpräsentatio-nen im In- und Ausland.
2011 und 2012 erhielt Ayub den MehrWERT Kurzfilmpreis der Viennale und 2013 den Vienna Inde-pendent Shorts Newcomer Filmpreis. 7 ihrer Arbeiten wurden in einem speziellen Kurzfilmpro-gramm auf dem BAFICI Festival for International Independent Cinema in Buenos Aires (2016), auf dem Sevilla European Film Festival (2016) und auf der Viennale (2012) gezeigt.
Ihr erster Langfilm, der Dokumentarfilm PARADIES! PARADIES!, bei welchem Ayub Regie, Buch und Kamera führte, lief auf internationalen Filmfestivals und gewann den Preis für die beste Kamera bei der Diagonale 2016, den New Waves Non Fiction Award beim Sevilla Festival de Cine Europeo 2016 und den Carte Blanche Nachwuchspreis bei der Duisburger Filmwoche 2016. Mit dem Kurz-film BOOMERANG gewann Ayub den Jury Preis für den besten Kurzfilm beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2019. 2022 feierte ihr Film SONNE, eine Ulrich Seidl Filmproduktion, bei den 72. In-ternationalen Filmfeststpielen Berlin seine Weltpremiere in der Sektion Encounters. Kurdwin Ayub wurde mit dem GWFF Preis – Bester Erstlingsfilm bei der Berlinale 2022 ausgezeichnet.

 
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