Kontrakt 18

Kontrakt 18

Eine Initiative der deutschen DrehbuchautorInnen

Deutsche DrehbuchautorInnen fordern mehr Rechte, insbesondere, was die Intaktheit ihrer Arbeiten und ihre Position im kreativen Prozess betrifft. Der verbands- und organisationsunabhängige Initiative Kontrakt 18 geht es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Qualitätssicherung und -steigerung und die Angleichung an internationale Vertragsstandards. Ab dem 1. Juli 2018 werden die UnterzeichnerInnen dieser Erklärung nur dann in Vertragsverhandlungen eintreten, wenn ihnen folgende Optionen angeboten werden:
1: Die/der AutorIn verantwortet das Buch bis zur endgültigen Drehfassung. Sämtliche Bearbeitungen des Buchs müssen von der Autorin/vom Autor autorisiert werden.
2: Die/der AutorIn hat Mitspracherecht bei der Auswahl der Regisseurin oder des Regisseurs. Die Entscheidung über die Besetzung der Regie wird einvernehmlich getroffen.
3: Die/der AutorIn wird zu den Leseproben eingeladen.
4: Die/der AutorIn wird das Recht eingeräumt, die Muster und den Rohschnitt zum frühestmöglichen Zeitpunkt sehen und kommentieren zu können. Der Autor/die Autorin wird zur Rohschnittabnahme eingeladen.
5: Die/der AutorIn wird bei allen Veröffentlichungen in Zusammenhang mit dem Filmprojekt (Pressemitteilungen, Programmhinweise, Plakate etc.) namentlich genannt und zu allen projektbezogenen öffentlichen Terminen eingeladen.
6: Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner verpflichten sich dazu, Aufträge zu Buch-Überarbeitungen (Rewrites, Polishing u. ä.) nur anzunehmen, wenn sie sich zuvor mit den aus dem Projekt ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen verständigt haben.
Zur Webseite >

 
EU Studie Remuneration

EU Audiovisual Authors’ Remuneration Research

Erste Ergebnisse der Studie

Viele Mitglieder des drehbuchVERBAND Austria beteiligten sich an einer Studie, welche die Einkommenssituation und Arbeitsbedingungen von AutorInnen audiovisueller Werke in ganz Europa untersucht.
Das sogenannte EU Audiovisual Authors’ Remuneration Research Project wurde unter anderem von der Federation of European Film Directors (FERA) und der Federation of Screenwriters in Europe (FSE) mitgetragen, von der Research Group CuDOS, Department of Sociology at the University of Ghent durchgeführt und der BVR services GMBH (German Directors Guild) geleitet.
Die Ergebnisse dienen als Grundlage bei den Verhandlungen zum EU-Urheberrechts-Gesetz und den Vergütungen im Online-Bereich sowie einzelnen nationalen Verbänden zu Vergleichs- und Argumentationszwecken.
Nun gibt es erste Ergebnisse, die wir der gesamten Branche nicht vorenthalten wollen, sie können unter folgenden Links nachgelesen werden:
Zusammenfassung:
http://www.filmdirectors.eu/wp-content/uploads/2018/03/FERA-FSE-Audiovisual-Authors-Remuneration-study_First-results-March-2018.pdf
Detail-Ergebnisse:
http://www.cultuurenmedia.be/images/Audovisual-authors_first-results-march-2018.pdf

 
FSE Petition

EU-weite Petition für gerechte Vergütung

Jetzt unterschreiben!

Die FSE (Europäischer Drehbuchverband), FERA (Federation of European Film Directors) und SAA (Society of Audiovisual Authors) haben eine Deklaration verfasst, die sich für bessere Vertragsbedingungen, faire Honorare und eine gerechte Onlinevergütung für AutorInnen audivisueller Werke stark macht.
Diese Deklaration wurde an EU Kommissar Gabriel, an den Bulgarischen Minister Pavlova und Banov (Bulgaria’s Presidency of the Council of the European Union) und weiteren VertreterInnen des Europäischen Parlaments geschickt.
Um diesen Forderungen weiter Gewicht zu verleihen, gibt es die Deklaration auch als Petition >

 
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PreisträgerInnen Pluch Preis Brauneis Resetarits Bidwell
 
 
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Bidwell

Thomas Pluch Drehbuchpreis 2018

Die PreisträgerInnen


Der drehbuchVERBAND Austria freut sich im Namen des Preisstifters Bundeskanzleramt Kunst und Kultur die Preisträger_innen der Thomas Pluch Drehbuchpreise 2017 bekannt zu geben. Die internationale Jury hat aus den fünf nominierten Drehbüchern den mit 12.000.- Euro dotierten

Thomas Pluch Hauptpreis ausgewählt, er geht an:

Der Thomas Pluch Spezialpreis der Jury geht zu je 7.000.- Euro an:

Die internationale Jury bestand aus Sonja Heiss (Drehbuchautorin, Regisseurin, Schriftstellerin, DE), Tobias Nölle (Drehbuchautor, Regisseur, Editor, CH) und Katrin Schlösser (Produzentin, Filmemacherin, DE).

Für den Haupt- und den Spezialpreis der Jury waren Cops von Stefan A. Lukacs, Die beste aller Welten von Adrian Goiginger, Licht von Kathrin Resetarits, Life Guidance von Ruth Mader und Martin Leidenfrost sowie
Zauberer von Clemens Setz, Sebastian Brauneis und Nicholas Ofczarek nominiert.

Die nationale Jury, bestehend aus Elisabeth Gabriel (Filmdramaturgin, Theaterregisseurin, Lektorin, AT/DE), Valentin Hitz (Drehbuchautor, Regisseur, AT und Karina Ressler (Editorin, AT), hat aus 21 Einreichungen fünf Drehbücher für den Hauptpreis nominiert und den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme zu 3.000.- Euro vergeben.

Den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme erhält:

Der Thomas Pluch Drehbuchpreis feiert heuer sein 26-jähriges Bestehen, er ist mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro eine der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes.

Prämiert werden realisierte Drehbücher abendfüllender Kino- und Fernsehspielfilme heimischer DrehbuchautorInnen des letzten Jahres.
Die feierliche Preisverleihung fand gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale’18 am Freitag, 16. März 2018 im Hotel Wiesler in Graz statt.

Weitere Informationen >

 

FSE European Screenwriters Award 2017

Anne Landois gewinnt mit “Engrenages”

Anne Landois, Showrunner und Drehbuchautorin der vielfach ausgezeichneten TV-Serie Engrenages (Spiral), gewinnt den zweiten FSE European Screenwriters Award. Der Preis wurde am 23. November 2017 von der Federation of Screenwriters in Europe (FSE) in Brüssel im Rahmen eines feierlichen Festakts vergeben. Wir gratulieren herzlich zur Auszeichnung!
Die französische Kriminal- und Justizserie Engrenages gewann schon 2015 den International Emmy Award für Beste Serie und einen Globes de Cristal Award.
Als Österreichischer Beitrag war Agnes Pluch nominiert, sie wurde in der zeitgleich zur Verleihung erscheinenden Publikation, welche wichtige europäische Drehbuchautor*innen portraitiert, vorgestellt.

Ziel des FSE Award ist es auf die Bedeutung der Drehbuchautor*innen für den Film sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch bei politischen EntscheidungsträgerInnen aufmerksam zu machen und die Vernetzung auf europäischer Ebene zu intensivieren. Die Nominierten wurden von den einzelnen Mitgliederverbänden vorgeschlagen, den Preis selbst vergibt der Vorstand der FSE.

Vom 23. bi 25. November fand im Zuge der Verleihung des zweiten European Screenwriters Award die Generalversammlung des Europäischen Drebuchverbands statt. Der österreichische Drehbuchverband war durch Geschäftsführerin Wilbirg Brainin-Donnenberg, Autor und Vorstandsmitglied Jacob Groll, sowie Rechtsanwalt Harald Karl vertreten.
Themenschwerpunkte waren die anstehenden Entscheidungen zu TV und Film-relevanten EU-Richtlinien, allen voran die „Directive on Copyright in the Digital Single Market“ – diese wird aller Voraussicht nach innerhalb des nächsten Jahres zur Abstimmung gebracht und ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch heftig umfochten. Dementsprechend wurden Möglichkeiten des europäischen und der länderspezifischen Verbände besprochen, diese wichtige Entscheidung politisch zu beeinflussen. Hier werden in den nächsten Monaten der Vorstand und auch die einzelnen Mitglieder unseres Verbands gefragt sein, gemeinsam zu intervenieren, um die zukünftige Absicherung und Vergütung der DrehbuchautorInnen zu sichern.
Wichtige Themen waren ausserdem die länderspezifisch unterschiedliche Veränderung der Branche im Zuge neuer VOD-Player am Markt (Netflix, Amazon) – hier zeigte sich einmal mehr die richtungsweisende Position der skandinavischen Länder. Wichtiges Thema war auch die „Metoo“ Bewegung und Erkenntnisse und Reaktionen der einzelnen Länder und Verbände darauf.
Der Präsident Robert Taylor und das Executive Commitee der FSE wurden zum Abschluss der Versammlung neu gewählt.

 

Vorstandswahl

drehbuchVERBAND Austria
Der Vorstand des drehbuchVERBAND Austria wurde am 16.10.17 ebenfalls bei der Generalversammlung wieder gewählt: Eva Spreitzhofer (Obfrau), Agnes Pluch (Obfrau-Stellvertreterin), Hilde Berger, Milan Dor, Marie Kreutzer, Ulrike Schweiger. Wir gratulieren herzlich!
Durch den Abgang zweier Vorstandsmitglieder ergab sich folgende Änderungen: Jacob Groll wurde 2017 in den Vorstand kooptiert und nun fix gewählt, nachdem Max Gruber seine Tätigkeit beendet hatte, Sandra Bohle legte ihre Funktion zurück, statt ihr ist Valentin Hitz nun neues Vorstandsmitglied. Herzlichen Dank an Sandra Bohle und Max Gruber für ihr Engagement.

 

Musterverträge für Drehbücher

Service für Mitglieder

Wir freuen uns sehr, nach intensiver Vorarbeit und im Austausch mit unseren Mitgliedern die Musterverträge für Drehbücher präsentieren zu können. Unterstützt von der Literar Mechana und verfasst von Rechtsanwalt Harald Karl liegen nun fünf Versionen vor:

Unser Anliegen ist es, DrehbuchautorInnen bei ihren Vertragsverhandlungen zu unterstützen und Standards in der Branche zu etablieren. Die Musterverträge werden ausschließlich an Mitglieder des Drehbuchverbands nach Anforderung geschickt.

 
Weitere Details hier >
 
for a 100 lives

For a Thousand Lives: Be Human.

Initiative von der Europäischen Filmbranche zur Flüchtlingssituation

Schockiert von den jüngsten Ereignissen der humanitären Krise direkt im Herz der EU haben Ursula Wolschlager und Nathalie Borgers eine Initiative mit der Aufforderung an europäischen Filmschaffenden gestartet, ihre Stimmen zur aktuellen Situation zu erheben:
Wir sind fest davon überzeugt, dass wir als FilmemacherInnen verpflichtet sind uns dazu zu äußern, vor allem dann wenn die Boulevardpresse fremdenfeindliche Stimmung schürt und Menschenrechte missachtet werden. Seit letzter Woche haben mehr als 3500 FilmemacherInnen, SchauspielerInnen und andere Fachleute der Filmbranche aus ganz Europa unterzeichnet. (Die beeindruckende Liste findet sich auf der Webseite)
Angesichts der dramatischen Geschwindigkeit der Ereignisse wäre eine Veröffentlichung bis Ende dieser Woche wichtig. Wenn Sie sich mit den Inhalten des Aufrufs identifizieren, bitte unterzeichnen Sie und leiten es an Ihre KollegInnen, MentorInnen und MitarbeiterInnen weiter.

Vielen Dank für Ihre/Deine Unterstützung.
Lassen Sie uns unsere Stimmen erheben gegen diese unerträglichen Zustände!
Zur Webseite >

 

UrheberInnenrechtsnovelle zur Speichermedienvergütung

Stellungnahmen

Die UrheberInnenrechtsnovelle, die für alle Filmschaffende gravierende Auswirkungen hat, ist beschlossen. Trotz der intensiven Bemühungen gemeinsam mit dem Dachverband und der Literar Mechana ist es uns nicht gelungen, strittige Punkte zu entschärfen oder Verbesserungen zu erreichen. Verhängnisvoll ist die Speichermedienvergütung, die gegenüber der derzeitigen Situation eine Verschlechterung darstellt.
Hier die Stellungnahme der Literar Mechana und des Kulturrats Österreich.
Stellungnahme Literar Mechana >
Stellungnahme Kulturrat Österreich >

 
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Austria
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Tel +43 1 526 85 03
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