










Der Drehbuchverband Austria freut sich im Namen des Preisstifters Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die Preisträger*innen die Thomas Pluch Drehbuchpreise 2026 bekannt zu geben.
Die internationale Jury hat aus den fünf nominierten Drehbüchern den mit 12.000.- Euro dotierten
Thomas Pluch Hauptpreis ausgewählt, er geht an:
· Rose von Markus Schleinzer und Alexander Brom
Jurybegründung:
Die umständliche und wahrhaftige Beschreibung
einer Land- und Leutebetrügerin,
die obwohl als eine Weibs-Person geboren
dem zum Trotz als Manns-Bild sich betragen,
und viel üble Schandtat hat getrieben.
Diese Texttafel eröffnet die filmische Erzählung, setzt sogleich den Ton des Drehbuchs. Die historisch anmutende Sprache zieht uns unmittelbar in die kleine Welt eines Dorfs während des 30-jährigen Kriegs.
Mit einer beeindruckenden Reduziertheit auf der Dialogebene werden mit ein, zwei Sätzen Spannungsfelder zwischen Figuren entworfen, gerade das Nicht-Gesagte erzeugt dröhnende Stille. Und eine wunderbar originäre Erzählstimme führt uns mit einer Mischung aus Empathie und Kommentar durch die Geschichte.
Bereits beim Lesen lässt die Präzision im Detail und die dramaturgische Souveränität im Erzählen die Geschichte in aller Klarheit vor dem inneren Auge entstehen.
Der Thomas Pluch Hauptpreis geht an Markus Schleinzer und Alexander Brom für das Drehbuch zu Rose.
Den Spezialpreis der Jury, mit 7.000,- Euro dotiert, erhält:
· Teresas Körper von Magdalena Chmielewska
Jurybegründung:
Mit dem Thomas Pluch Spezialpreis der Jury zeichnen wir ein Drehbuch aus, das sehr klar die Folgen patriarchaler Gewalt und deren transgenerationale Auswirkungen erlebbar macht, aber den Figuren auch Geheimnisse lässt. Das Private ist hier nicht nur politisch, sondern in der konkreten sprachlichen Ausgestaltung ein starkes künstlerisches Statement, das auch als reiner Text einen Sog entfaltet ohne die hybrid-dokumentarischen Elemente zu verschleiern. Die gelungene Berücksichtigung der Tonebene in Kombination mit einem starken visuellen Konzept überhöht das Konkrete des einen Körpers, der einen Familie, in gesellschaftspolitisch wirksam werdende Abstraktion. Herzlichen Glückwunsch zum Thomas Pluch Spezialpreis der Jury an Magdalena Chmielewska für Teresas Körper.
Die internationale Jury bestand aus Lorenz Dangel, (Film)Komponist, Musiker (DE), Milan Dor, Drehbuchautor, Dramaturg (AT) und Kyra Scheurer, Dramaturgin, Kuratorin (DE).
Für den Haupt- und den Spezialpreis der Jury waren neben den Gewinner*innen Landkrimi Acht von Marie Kreutzer, The Stories von Abu Bakr Shawky und White Snail von Elsa Kremser und Levin Peter nominiert.
Die nationale Jury, bestehend aus Jacob Groll, Drehbuchautor, Regisseur, Marie Luise Lehner, Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Regisseurin und Joana Scrinzi, Editorin, hat aus den insgesamt 22 Einreichungen die fünf Drehbücher für den Hauptpreis nominiert und den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme vergeben.
Der Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme dotiert mit 3.000.- Euro geht an:
- Ein Unfall von Angelika Spangel und Sophia Wiegele
Jurybegründung:
Das Drehbuch für den besten Kurzfilm, das wir heute auszeichnen, macht eine große Gefahr sichtbar, die gesellschaftspolitisch und ethisch sehr wichtig erscheint: Wegschauen. Fehlende Solidarität. Vereinzelung. Ohnmacht.
Wir lernen ein österreichisches Dorf kennen. Wir beobachten Kinder bei einem Streich, einen Vater und einen Sohn, die miteinander streiten. Die Autorinnen halten eine Lupe auf die Bewohner und beleuchten das scheinbar Banale ohne dabei in Klischees zu verfallen. Das Beschriebene ist spezifisch, wie aus dem Leben gegriffen und zieht uns als Lesepublikum dieses Drehbuchs in den Bann. Unterschiedliche Figuren treten in verschiedenen Erzählsträngen in Erscheinung, verbunden durch den fein gewobenen Plot und das Thema der Geschichten.
Angelika Spangel und Sophia Wiegele zeichnen gekonnt, wie es passiert, dass Empathie und Hilfsbereitschaft vernachlässigt werden, diese Grundpfeiler eines friedlichen Zusammenlebens. Denn hier helfen die Figuren einander nicht, sie gehen davon aus, dass jemand anderer einschreiten wird und fühlen sich im Moment, in dem sie einen Brand sehen, nicht verantwortlich, „Weil sie gerade das Handy nicht eingesteckt haben“.
In Zeiten zunehmender Autokratien und spürbarem politischen Rechtsruck resoniert der Fokus auf Menschen, die wegschauen. Die etwas geschehen lassen. Ein Drehbuch über unterlassene Hilfeleistungen.
Peter Schernhuber, der Leiter der Filmabteilung des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport überreichte den Gewinner*innen die Auszeichnungen.
Der Thomas Pluch Drehbuchpreis feiert heuer sein 34-jähriges Bestehen und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro eine der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes.
Prämiert werden realisierte Drehbücher abendfüllender Kino- und Fernsehspielfilme österreichischer oder in Österreich lebender Drehbuchautor*innen des letzten Jahres.
Die feierliche Preisverleihung fand gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale am Montag, 23. März 2026 im Heimatsaal des Volkskundemuseum am Paulustor in Graz statt.
Fotos der Preisverleihung: © Diagonale/Miriam Raneburger/Katharina Fennesz
Fotos von der Jurysitzung: ©Harald Wawrzyniak
Prämiert wurde das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).
Synopsis:
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein fremder Soldat (ROSE) in einem abgeschiedenen, protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines seit langem verwaisten Gutshofes zu sein.
Ein vorgelegtes Dokument belegt seinen Anspruch, sehr zum Missfallen der Gemeinde. Doch der Fremde setzt alles daran seinen Wunsch in die Tat umzusetzen, ein neues Leben zu beginnen.
Er tut sein Möglichstes, um von der Gemeinschaft anerkannt und aufgenommen zu werden. Lässt sich selbst auf eine arrangierte Ehe mit der Tochter (SUZANNA) eines Großbauern ein.
Und setzt damit alles aufs Spiel.
Denn er ist mit falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts in dieses Dorf gekommen.
All dem zum Trotz kommt er mit seiner Geschichte unglaublich weit.
Wird vom Soldaten zum Bauern und Stadtrat.
Wird zum Ehemann. Vom Ehemann sogar noch zum Vater.
Bevor der Stich einer Biene den Täuschungskünsten ein Ende bereitet.
ROSE wird ihrer letzten großen Rolle zusteuern.
Um selbst darin noch eine Utopie zu finden, in der ihr Wunsch so zu leben, wie sie es möchte, noch eine Ausdrucksform findet.
Markus Schleinzer, in Wien geboren, hat 17 Jahre als Caster die internationalen Erfolge der österreichischen Filmbranche in Zusammenarbeit mit Jessica Hausner, Ulrich Seidl und Michael Haneke geprägt. Für den Golden Globe Gewinner und oscarnominierten Film Das weiße Band (2010) zeichnet er nicht nur für das Kindercasting verantwortlich, sondern hat die Kinderdarsteller auch vor der Kamera inszeniert.
Seine beiden Filme Michael (2011) und Angelo (2018) wurden unter anderem im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, Toronto, London, Mumbai und Japan uraufgeführt. 2019 wurde sein Filmschaffen im Rahmen des New Directors/New Films Festival in New York im Lincoln Center und Museum of Modern Art geadelt. Sein dritter Film Rose (2025) feierte seine Premiere auf der Berlinale und wurde mit dem silbernen Bären für Sandra Hüller ausgezeichnet. Schleinzer arbeitet auch als Schauspieler und Dozent, wie zurzeit an der Filmakademie Ludwigsburg.
Alexander Brom, in Klosterneuburg geboren, hat zuerst Ägyptologie und Romanistik studiert, bevor er u.a. als Steinrestaurator, Lektor und Übersetzer tätig wurde. Gemeinsam mit Markus Schleinzer verfasste Brom die Drehbücher zu Angelo (2018), dem Serienprojekt Johnny (2022) und Rose (2025).
Seit bald dreißig Jahren beschäftigt er sich mit der Kampfkunst Doshinkan Karatedo. Er bekleidet aktuell den Shihan 8 Dan. Zur Ausbildung und Pädagogik befähigt, unterrichtet er seit 2020 Karatedo am Wiener Max Reinhardt Seminar.
Mit 7.000.- Euro dotiert
Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Zugelassen waren Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).
Synopsis
Mit 67 wird Teresas Leben von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt - unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter einen Baum, bei ihrem „kleinen Himmel“ – einem tröstenden Amulett, das ihre Töchter einst für sie vergruben. Doch als Muster aus der Vergangenheit wiederkehren, muss Teresa fliehen. Diesmal nicht vor einem Mann, sondern hinein in eine unerwartete Reise mit ihren Töchtern – von denen eine die Regisseurin dieses Films ist.
Magdalena Chmielewska
eine in Polen geborene Drehbuchautorin und Regisseurin, wohnhaft in Wien. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt und mit den wichtigsten Nachwuchspreisen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, darunter der First Steps Award der Deutschen Filmakademie sowie der Max-Ophüls-Preis. Ihr viszeraler filmischer Stil - eine Mischung aus roher Emotion, Körperlichkeit und Sinnlichkeit - brachte ihr die Anerkennung als eine der vielversprechendsten jungen Regisseurinnen Europas beim 56. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary ein. In ihren Filmen erzählt sie Geschichten, die von Begehren, der Vergangenheit und sozialer Herkunft geprägt sind. Sie studierte Regie an der Filmakademie Wien. Für ihren Kurzfilm Lullaby hat sie den Max Ophüls Preis für den Besten Kurzfilm gewonnen, für Am Himmel wurde sie mit FIRST STEPS der Deutschen Filmakademie ausgezeichnet, mit ihrem letzten hybriden Debütfilm Teresas Körper gewann sie den Preis für die beste Regie beim Max Ophüls Preis.






Der Drehbuchverband Austria freut sich im Namen des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die fünf Nominierungen für den Thomas Pluch Hauptpreis und den Thomas Pluch Spezialpreis der Jury bekanntgeben zu können:
- Landkrimi Acht von Marie Kreutzer
- Rose von Markus Schleinzer, Alexander Brom
- The Stories von Abu Bakr Shawky
- Teresas Körper von Magdalena Chmielewska
- White Snail von Elsa Kremser, Levin Peter
Folgende Preise werden verliehen:
Thomas Pluch Hauptpreis (mit 12.000 Euro prämiert)
Für das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).
Thomas Pluch Spezialpreis der Jury (mit 7.000 Euro prämiert)
Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Der Jury steht frei, die Kategorie festzulegen. Zugelassen sind Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).
Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme (mit 3.000 Euro prämiert)
Für das beste Drehbuch für Kino-Spielfilme mit einer Mindestlänge von 15 Minuten bis maximal 70 Minuten.
Es werden inhaltlich und handwerklich anspruchsvolle Werke ausgezeichnet, die sich eingehend und kritisch mit gesellschaftspolitischen, kulturell relevanten oder sozialen Themen beschäftigen, welche die Lebenswirklichkeit des Publikums berühren. Benannt ist der Preis nach dem 1992 verstorbenen Drehbuchautor, Schriftsteller und Mitbegründer des Drehbuchverband Austria, Thomas Pluch. Ziel der Auszeichnung ist es, den Drehbuchautor*innen zu der ihnen gebührenden Anerkennung zu verhelfen sowie talentierten Nachwuchs zu fördern. Mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro ist der Thomas Pluch Drehbuchpreis einer der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes.
Der Preis feiert heuer sein 34-jähriges Bestehen und wir danken Peter Schernhuber als Vertreter des Preisstifters, dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport sehr für die kontinuierliche Unterstützung.
Die Nationale Jury prämiert den Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme und hat die Bücher für den Haupt- und Spezialpreis nominiert:
Jacob Groll, Drehbuchautor, Regisseur
Marie Luise Lehner, Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Regisseurin
Joana Scrinzi, Editorin
Die Internationale Jury vergibt aus den nominierten Büchern den Haupt- und Spezialpreis:
Lorenz Dangel, (Film) Komponist, Musiker, DE
Milan Dor, Drehbuchautor, Dramaturg, AT
Kyra Scheurer, Dramaturgin, Kuratorin, DE
Die feierliche Preisverleihung findet gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale am Montag, 23. März 2026, um 11 Uhr im Heimatsaal des Volkskundemuseums in Graz statt.
Die Preise in der Gesamthöhe von 22.000 Euro werden vomBundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gestiftet, vom Drehbuchverband Austria organisiert und im Rahmen der Diagonale, Festival des österreichischen Films verliehen.
Landkrimi Acht
Marie Kreutzer
In Langenlois in Niederösterreich wird der angesehene und beliebte Radiologe Dr. Harald Wolf (Stefan Pohl) vor seinem eigenen Haus durch einen einzigen Schuss in die Brust getötet. Wie sich herausstellt, ist die Tatwaffe eine historische Pistole, die aus der eigenen Waffensammlung des Opfers stammt und wenige Monate zuvor gestohlen wurde.
Es dauert nicht lange, bis die Ermittlerin Marion Geyer (Regina Fritsch) aus dem Landeskriminalamt und ihr Kollege vor Ort, Patrick Brandl (Thomas Prenn), herausfinden, dass Wolf nicht nur Waffensammler, Sohn eines Neonazis und ein esoterischer Influencer war, sondern seine Kontakte weit in die österreichische und deutsche einschlägige Szene reichen.
Und so heterogen diese Szene ist, so unklar ist es, ob Wolf, der seine Ehefrau Sandra (Verena Altenberger) und den gemeinsamen Sohn Heinrich (Lilian Rosskopf) – eine scheinbar perfekte Familie – hinterlässt, sich dort nur Freunde gemacht hat.

Rose
Markus Schleinzer, Alexander Brom
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein fremder Soldat (ROSE) in einem abgeschiedenen, protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines seit langem verwaisten Gutshofes zu sein. Ein vorgelegtes Dokument belegt seinen Anspruch, sehr zum Missfallen der Gemeinde.
Doch der Fremde setzt alles daran seinen Wunsch in die Tat umzusetzen, ein neues Leben zu beginnen. Er tut sein Möglichstes, um von der Gemeinschaft anerkannt und aufgenommen zu werden. Lässt sich selbst auf eine arrangierte Ehe mit der Tochter eines Großbauern ein. Und setzt damit alles aufs Spiel. Denn er ist mit falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts in dieses Dorf gekommen.


The Stories
Abu Bakr Shawky
Ägypten, Sommer 1967. Während sich das Land am Rande des Krieges befindet, erreicht Ahmed ein Brief aus Österreich – Liz hat geantwortet. Was als unschuldige Brieffreundschaft beginnt, wird von seinen Verwandten argwöhnisch beobachtet. Doch Liz wird zur treibenden Kraft in Ahmeds Leben: Sie glaubt an seinen Traum, gegen
alle gesellschaftlichen Widerstände Pianist zu werden – und an ein Ziel, das unerreichbar scheint: ein öffentliches Konzert. Durch Jahrzehnte voller Kriege und Umbrüche, durch Familiendramen und Momente des Glücks, durch Scheitern und unerwartete Triumphe kämpfen Ahmed und Liz für ihre Träume. "The Stories" erzählt von den kleinen Siegen einer Familie, die niemals aufgibt und davon, wie Beharrlichkeit und Hoffnung selbst die unmöglichsten Träume wahr werden lassen.

Teresas Körper
Magdalena Chmielewska
Mit 67 wird Teresas Leben von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt - unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter einen Baum, bei ihrem „kleinen Himmel“ – einem tröstenden
Amulett, das ihre Töchter einst für sie vergruben. Doch als Muster aus der Vergangenheit wiederkehren, muss Teresa fliehen. Diesmal nicht vor einem Mann, sondern hinein in eine unerwartete Reise mit ihren Töchtern – von denen eine die Regisseurin dieses Films ist.

White Snail
Elsa Kremser, Levin Peter
Masha, ein belarussisches Model, träumt von einer Karriere in China. Misha arbeitet in einer Minsker Leichenhalle und erweckt die Toten in seinen Ölgemälden zum Leben. Die beiden Außenseiter fühlen sich auf ungewöhnliche Weise voneinander angezogen und streifen gemeinsam durch die warmen Sommernächte. Misha eröffnet Masha eine unbekannte Welt, die ihr Gefühl von Schönheit und Sterblichkeit auf die Probe stellt. WHITE SNAIL ist die fragile Liebesgeschichte zweier Außenseiter, die erkennen, dass sie nicht alleine auf der Welt sind.

Die nationale Jury
Prämiert den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme und nominiert die Bücher für den Hauptpreis und den Spezialpreis der Jury.
Jacob Groll
(Drehbuchautor, Regisseur)
Jacob Groll schreibt Drehbücher, führt Regie, fungiert als Tutor (Seriesmania, Torino Film Lab), ist Vorstandsmitglied des Österreichischen Drehbuchverbands und Präsident des Europäischen Drehbuchverbands FSE.
Marie Luise Lehner
(Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Regisseurin)
Autorin und Filmemacherin. Studierte Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst, Regie und bildende Kunst an Filmakademie und der Akademie der bildenden Künste. Veröffentlichte zwei Romane. Für ihr literarisches Schreiben und ihre Kurzfilme erhielt sie zahlreiche Preise. Ihr erster Langspielfilm Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz und lächelst erschien letztes Jahr und gewann 7 internationale Filmpreise. Einer davon der Thomas Pluch Preis der Jury 2025
Joana Scrinzi
(Editorin)
geboren 1981 in Österreich, absolvierte eine Fachhochschule für MultiMediaArt mit Schwerpunkt auf Audiovisuelles Design. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst als
Schnittassistenz und freiberufliche Grafikdesignerin. Seit 2008 ist sie erfolgreich als Editorin tätig. Viele ihrer Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt, darunter ihr Debütfilm März und Kater von Händl Klaus sowie das vielfach preisgekrönte Drama Große Freiheit von Sebastian Meise. Unter ihren kürzlichen Arbeiten ist das Debütfilm The Village Next to Paradise des somalisch-österreichischen Filmemachers Mo Harawe, Mit einem Tiger schlafen und Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst von Marie-Luise Lehner, sowie Perla von Alexandra Makárova.
Sie wurde unter anderem bei der Diagonale 2018, 2021 und 2022 mit dem Preis für den Besten Schnitt ausgezeichnet, ebenso mit dem Deutschen Kamerapreis für den besten Schnitt 2022 sowie dem Österreichischen Filmpreis 2022 für den besten Schnitt.
Seit 2020 ist Joana Scrinzi Vorstandsmitglied des Österreichischen Filmeditorinnen Verbandes (aea).
Die internationale Jury
Vergibt aus den 5 nominierten Büchern den Thomas Pluch Hauptpreis und den Thomas Pluch Spezialpreis der Jury.
Lorenz Dangel
(Film-Komponist, Musiker, DE)
Das Schaffensfeld des vielfach ausgezeichneten Komponisten Lorenz Dangel umfasst Filmmusiken, Ballettmusiken und konzertante Werke.
Zu den frühen Werken des Komponisten Lorenz Dangel zählen neben anderen die Filmmusiken zu „Schläfer“ und dem Berlinale Wettbewerbsbeitrag „Der Räuber“ von Benjamin Heisenberg.
Insgesamt dreimal konnte Dangel den Deutschen Filmpreis entgegennehmen, für „Hell“ und „Tides“, beide von Tim Fehlbaum, und 2024 für das Familienepos „Sterben“ von Matthias Glasner, mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch und Lilith Stangenberg.
Mehrfach nominiert waren Dangels Musiken zu „Ich und Kaminski“ von Wolfgang Becker, „Lykke Per“ von Bille August und Fehlbaums drittem Film „September 5“, der 2025 auch eine Oscar-Nominierung für das „Beste Drehbuch“ erhielt.
2021 hat er in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Andrey Kaydanovskiy das abendfüllende Ballett Der Schneesturm auf die Bühne der Bayerischen Staatsoper gebracht. 2024 schrieb er im Auftrag des Bayerischen Rundfunks das großangelegte Werk PHON für vier Blaskapellen und das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das im Juli unter Leitung von Sir Simon Rattle uraufgeführt wurde.
Milan Dor
(Drehbuchautor, Dramaturg, AT)
In Wien geboren, aufgewachsen in Belgrad. Nach einem abgebrochenem Architekturstudium in Belgrad, Übersiedelung nach Wien. Es folgte ein Studium an der Universität Wien (Theaterwissenschaft). Nach abgeschlossenem Studium an der Wiener Filmakademie in den Fächern Regie und Drehbuch, führte er Regie bei zwei Kinofilmen und zahlreichen Fernsehproduktionen, für die er auch die Drehbücher schrieb. Sein Spielfilm Malambo wurde 1984 beim Filmfestival Mannheim mit dem Großen Preis ausgezeichnet, 1985 erhielt er den österreichischen Würdigungspreis für Filmkunst.
Gemeinsam mit Danny Krausz gründete er 1988 die Dor Film Produktion GmbH. Als Produzent zeichnete er für Filme wie Indien (1993), Ich gelobe (1994), oder Deine Schönheit ist nichts wert (2012, ausgezeichnet mit dem Österreichischen Filmpreis 2014) verantwortlich.
Milan Dor ist Vorstandsvorsitzender des Drehbuchforum Wien.
Kyra Scheurer
(Dramaturgin, Kuratorin, DE)
hat Kommunikationswissenschaft und Psychologie studiert und arbeitet als freie Dramaturgin für fiktionale und dokumentarische Kinostoffe. Als projektbegleitende Dramaturgin hat sie u.a. die Nöstlinger-Adaption Geschichten vom Franz und das mit dem Thomas Strittmatter Drehbuchpreis und dem First Steps Award prämierte, sowie in drei Kategorien für den Deutschen Filmpreis 2025 nominierte Drama Vena betreut. Seit 2009 ist Kyra Scheurer künstlerische Leiterin des Festivals für Filmschnitt „Edimotion" in Köln. Sie ist systemische Coachin und seit vielen Jahren an diversen Filmhochschulen sowie für filmische Berufsverbände und Weiterbilder im D-A-CH-Raum als Dozentin tätig.
Die Statuten des Thomas Pluch Drehbuchpreises
Statuten Pluchpreis