Jury

Über die Aufnahme ins Programm scriptLAB und die Höhe der finanziellen Unterstützung befindet ein dreiköpfiges Entscheidungsgremium, das sich zu jedem Einreichtermin aus den folgenden Expert*innen neu zusammensetzt.

Für 2022 bis 2023 sind dies:

Karin Berger (Regisseurin, Autorin)
Judith Benedikt (Filmemacherin, Kamerafreu)
Nina Kusturica (Filmemacherin)
Michael Palm (Filmemacher)
Constantin Wulff (Dokumentarfilm/dok.at)
 

Karin Berger
ist Regisseurin und Autorin, nach dem Studium der Ethnologie und Politikwissenschaften freiberufliche Projekte für Film und Literatur. Regie abendfüllender Kino-Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen Themen, vor allem zum Nationalsozialismus und zur Geschichte und Gegenwart von Frauen: Küchengespräche mit Rebellinnen1984*, Ceija Stojka 2000, Unter den Brettern hellgrünes Gras2005, Herzausreisser 2O08, O! FORTUNA! 2017. Neben den Filmen entstanden auch verschiedene Bücher wie Der Himmel ist blau. Kann sein* oder Träume ich, dass ich lebe sowie Installationen für den Museumsbereich: Ein neues Panorama 2009 und Geteilte Geschichte im WienMuseum (2017/18), Respublicaner*innen 2018 für das Haus der Geschichte. Außerdem arbeitet sie in der Lehre und als dramaturgische Beraterin: Inland 2019 (Ulli Gladik), Widerstandsmomente 2019 (Jo Schmeiser).
*gemeinsam mit Projektgruppe

 


Judith Benedikt
Geboren 1977 in Lienz, von 1998 bis 2007 Studium an der Filmakademie Wien in den Fächern Bildtechnik & Kamera und Schnitt.
Seit 2003 arbeitet sie als Kamerafrau an zahlreichen Kinodokumentar- und Spielfilmen, u.a. Hana, Dul, Sed … (Regie: Brigitte Weich, 2010 Großer Preis der Diagonale), Was wir nicht sehen (Regie: Anna Katharina Wohlgenannt, 2014), Die 3. Option(Regie: Thomas Fürhapter, CPH:DOX World Competition, Bester Film Bergamo Filmmeeting), Inland (Regie: Ulli Gladik, 2020 Österreichischer Filmpreis für Besten Dokumentarfilm), Backstage Wiener Staatsoper (Regie: Stephanus Domanig, Romy für Beste Bildgestaltung Kinofilm 2020).
2014 kam ihr Regiedebüt China Reverse in die österreichischen Kinos. Gemeinsam mit Weina Zhao realisierte sie Weiyena – Ein Heimatfilm, der 2020 den Viktor.dok.Deutsch Award, den Austrian Documentary Award und Preis für besten Dokumentarfilm beim Heimatfilmfestival in Freistadt gewinnen konnte.

 


Nina Kusturica
ist Regisseurin, Cutterin, Autorin und Produzentin. In Mostar geboren, wuchs sie in Sarajevo auf. Sie studierte Regie und Schnitt an der Filmakademie Wien.
Ihre Filme u.a. Little Alien (2009) und Auswege (2003) haben Teilnahmen und Auszeichnungen an zahlreichen Filmfestivals. Die Werkschauen ihrer Filme wurden in Kairo und in Wien veranstaltet.
Neben der eigenen filmischen Arbeit, hält sie Vorlesungen zu Film, Regie und Schauspiel und engagiert sich als Mentorin und Expertin in diversen Programmen. Im Rahmen der eigenen Filmproduktion NK Projects produzierte sie ihren aktuellen Spielfilm Ciao Chérie (2018).

 


Gabriele Mathes
Studium der Anglistik, Philosophie und Kunstgeschichte. 1985 wurde sie an die Filmakademie Wien aufgenommen, wo sie bei Axel Corti und Peter Patzak Regie studierte. Seit 2006 ist Mathes Leiterin der wienervideo&filmtage, eines Filmfestivals für Kinder und Jugendliche. Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 koproduzierte sie die österreichisch-schweizerische Fußball-Kurzfilmrolle Eleven Minutes.
Für ihren autobiografischen Film Eine Million Kredit ist normal, sagt mein Großvater erhielt Gabriele Mathes den Preis für innovatives Kino bei der Diagonale 2006 und den New Visions Award bei cph:dox 2006. Für Flaschenpost wurde Mathes mit dem Österreichischen Kurzfilmpreis bei Vienna Independent Shorts 2012 ausgezeichnet, 2013 mit dem outstanding artist award in der Kategorie Experimentalfilm. Ihr Kurzfilm Gefühl Dobermann hatte 2015 auf der Diagonale Premiere.

 


Michael Palm
(*1965, Linz) arbeit seit 1988 als Film-Editor, Dramaturg und Tongestalter, seit 2001 als Regisseur von Dokumentar-, Kurz- und Experimentalfilmen.
 Er absolvierte die Wiener Filmakademie und studierte an der Universität Wien in den Bereichen Film- und Medienwissenschaft, ist Autor zahlreicher Publikationen zur Theorie und Ästhetik von Film und Kino, war 1990-94 Filmkritiker (Der Standard, Falter) und 1998–2015 Lektor an der Wiener Filmakademie. Zur Zeit lehrt er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, an der Kunstuniversität Linz und ist seit Oktober 2019 Professor am Lehrstuhl “Montage” an der Hochschule für Fernsehen und Film München.

 


Constantin Wulff
Geboren 1962. Filmschaffender, Kurator, Publizist, Lehrbeauftragter.
1992 Gründungsmitglied von Navigator Film, Wien. 1997 bis 2003 Co-Leitung der „Diagonale – Festival des österreichischen Films“ in Graz. Kurator zahlreicher Dokumentarfilm-Retrospektiven (u.a. zum Direct Cinema) und Personalen (u.a. Frederick Wiseman, Marcel Ophüls, Nicolas Philibert. 2008 bis 2011 Obmann von dok.at (Verband Österreichischer Dokumentarfilm). Seit 2008 Lehrbeauftragter für Dokumentarfilm an der Filmakademie Wien und seit 2009 am Filmcollege in Wien. Mitherausgeber der Bücher: „Schreiben Bilder Sprechen – Texte zum essayistischen Film“ (1991) und „Marcel Ophüls: Widerreden und andere Liebeserklärungen – Texte zu Kino und Politik“ (1997). Eigene Filme: „Spaziergang nach Syrakus“ (CH/A/D 1993, Dokumentarfilm); „Treid“ (A 1999, Kurzfilm); „Heldenplatz, 19. Februar 2000“ (A 2002, Dokumentarfilm); „In die Welt“ (A 2008, Dokumentarfilm, 3sat-Dokumentarfilmpreis 2008; Großer Diagonalepreis 2008/2009).
2014 führte er Regie bei der TV-Dokumentation „Ulrich Seidl und die bösen Buben“ und schrieb das Buch zu Johann Holzhausens Dokumentarfilm „Das große Museum“. Er lebt und arbeitet in Wien.